Die clevere Finanzspritze für Unternehmen: Ein Gesellschafterdarlehen, wie es Unternehmer schätzen

Firmenkunden 11
Stand: 17. April 2020 | Lesezeit: 4 Minuten

Für viele Mittelständler oder Unternehmer gehört ständiger Kapitalbedarf zum täglichen Geschäft. Für die laufende Produktion oder die Vorfinanzierung von Projekten sind immer wieder zusätzliche liquide Mittel nötig. Naheliegend wäre vielleicht, dass das Unternehmen einen Betriebsmittelkredit aufnimmt oder im Rahmen seines Limits einen Kontokorrentkredit in Anspruch nimmt.

Doch neben diesen Finanzierungsmöglichkeiten spielt eine weitere Variante eine Rolle, die den oder die Gesellschafter in den Blickpunkt rückt. Ein sogenanntes Gesellschafterdarlehen könnte in vielen Fällen die bessere Lösung darstellen, wenn der Betrieb selbst stärker unabhängig von weiteren Fremdfinanzierungen bleiben will. Aber es gibt noch weitere gute Gründe für ein Gesellschafterdarlehen.

Vergangene Woche sprach ich mit dem geschäftsführenden Gesellschafter eines holzverarbeitenden Betriebs in Bayern. Er hat ihn in zweiter Generation zu einem gut etablierten Mittelstandsbetrieb mit rund einhundert Mitarbeitern entwickelt: Mit klarem Leistungsprofil, hoher Produktqualität und einem langjährigen guten Kundenstamm. Nach einigen Investitionen sieht er den Betrieb nun in seinem Wettbewerbsumfeld für die kommenden Jahre gut gerüstet. Natürlich war für die Investitionen eine Kreditaufnahme in beachtlicher Höhe notwendig, die aber aufgrund der Geschäftsentwicklung, der Ertragsentwicklung und des erwarteten hohen Cash-flows über seine Hausbank zügig bewilligt wurde. Aufgrund eines unplanmäßigen Großauftrages, den er überraschend gegenüber seiner Konkurrenz „an Land gezogen“ hatte, wurde nun weiterer Kapitalbedarf notwendig, wie er mir weiter verriet.

Beinfreiheit heißt Flexibilität

Natürlich wäre die Aufstockung der Bankkredite noch weiter möglich, doch der umtriebige Unternehmer will die Flexibilität und Bewegungsfreiheit seines Betriebes nicht durch ein noch höheres Kreditengagement eingeschränkt sehen. Da bleibt ihm die „Beinfreiheit“ wichtig, um bei zusätzlichem und unerwartetem Liquiditätsbedarf handlungsfähig, sprich kreditfähig, zu sein. Ihm ging es eher darum, selbst den notwendigen Betrag in das Unternehmen zu „schießen“, um es einmal locker zu formulieren.

Doch wie sollte er „geschickt“ dabei vorgehen? Drei Dinge waren ihm dabei wichtig – natürlich neben günstigen Zinsen:

  • Erstens: Geschickt meint aus seiner Sicht, dass er mit dem neuen Darlehen soweit wie möglich flexibel bleiben und damit die Kreditlaufzeit von vorn herein nicht festlegen möchte.
  • Zweitens möchte er wenig Aufwand bei der Kreditbeantragung haben.
  • Drittens: Auch bei der Tilgung sei ihm die Ungebundenheit an starre Tilgungsregeln mit festen Beträgen sehr wichtig, da er unregelmäßige und wechselnd hohe Zahlungseingänge erwarte.

Nur nicht zu sehr festlegen

Doch wie kann dafür die optimale Lösung aussehen? Zunächst war er sich unsicher, ob es für sein Kreditanforderungsprofil überhaupt eine Lösung gibt. Seine bisherigen Recherchen ließen ihm keine ihm bekannte Darlehensform als geeignet erscheinen. Ich konnte ihn mit folgender Idee begeistern. Ich riet ihm, doch zu einem sogenannten Roll-over Kredit. Auch wenn Ihnen, liebe Leserschaft, jetzt bei diesem Fachbegriff im Beethoven-Jubiläumsjahr vielleicht eher der bekannte Rock’n’roll-Refrain „Roll-over-Beethoven“ zuerst in den Sinn kommen mag: Es heißt tatsächlich Roll-over-Kredit. Mit dem englischen Begriff wird ein „überrollender Kredit“ beschrieben, bei dem ein festgelegter Zins nach vorher vereinbarten Zeitabständen in einen neuen Zinssatz „gerollt“ wird. Mit anderen Worten: Die Besonderheit des Roll-Over-Kredits ist die regelmäßige Zinsneufestsetzung am Ende der jeweiligen Zinsperiode in Anlehnung an die aktuellen Marktkonditionen. Innerhalb dieser Zeitspanne bleibt er aber fest und wird nicht, selbst bei veränderten Zinssituationen durch steigende oder sogar noch fallende Zinsen geändert. Diese Teilperioden dauern in der Regel einen, zwei oder drei Monate.

Es geht tatsächlich einfach

Kommen wir zu seinem zweiten Punkt, bei dem wenig Umstände beim Kredit(vergabe)-Prozess für ihn anfallen sollten. Es gibt mit dem Roll-over Kredit im Rahmen unserer LuxCredit Finanzierungen unter anderem deutlich weniger Aufwand bei der Kreditwürdigkeitsprüfung.

Daraus resultiert der wesentliche Vorteil für den Kunden, der in dieser Form nur im Geschäftsmodell in der Genossenschaftlichen FinanzGruppe zu finden ist. Der Dreiklang der Geschäftsbeziehung zwischen Kunde, Genossenschaftsbank und DZ PRIVATBANK ist dafür ursächlich und schafft diesen wichtigen Kunden-Mehrwert.

Auch seiner dritten Anforderung hinsichtlich der flexiblen Tilgungsmöglichkeit konnte ich mit unserem Roll-over-Kredit gerecht werden. Denn es sind Tilgungen nach Ablauf jeder Zinsperiode möglich: Entweder als regelmäßige Tilgung oder Annuität oder als einmalige Sondertilgung.

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