US-Dollar im Blickpunkt (Mai 2020)

Flagge USA
Stand: 27. Mai 2020 | Lesezeit: 2 Minuten

Währungsentwicklung

Das Abebben der Corona-Pandemie spiegelte sich im Betrachtungszeitraum von Mitte April bis Mitte Mai generell in einem Anstieg der allgemeinen Risikoneigung wider. Damit verbunden ist die Hoffnung auf ein Wiederanspringen der Wirtschaftstätigkeit. Das hieraus resultierende Interesse an „sicheren Anlagen“ ließ in Folge tendenziell nach. Der US-Dollar büßte per Saldo ein Prozent an Wert ein. Die europäische Gemeinschaftswährung legte um 1,15 US-Cents auf 1,0977 US-Dollar zu.

In den kommenden Wochen wird der Markt vor allem die Anzahl der Corona-Neuinfektionen genauestens beobachten. Anzeichen dafür, dass es zu einer zweiten Welle von Erkrankungen kommen könnte, wären ohne Frage Gift für den Finanzmarkt und hätte einen Anstieg der Risikoaversion zur Folge. Zwar ist die Zahl der Neuinfektionen in den USA bereits deutlich zurückgegangen, aber Experten warnen auch hier vor einer neuen Infektionswelle sollten die Einschränkungen des öffentlichen Lebens zu schnell und zu früh gelockert werden.

Vor dem Hintergrund der weiterhin vorherrschenden Unsicherheiten wird dem Greenback ein schneller Fall über die Marke von 1,10 US-Dollar pro Euro zunächst erspart bleiben. Gleichzeitig scheint aber auch die Fantasie für eine deutliche Stärke zu fehlen. Der US-Dollar dürfte daher auch in den kommenden Wochen in abwartender Haltung und damit in seiner jüngsten Handelsspanne verharren.

Zinsen

Die US-Notenbank hat die Leitzinsen außerplanmäßig um insgesamt 1,5 Prozent-Punkte auf 0 bis 0,25 Prozent gesenkt. Außerdem wird die Fed die Wertpapierbestände in ihrer Bilanz unbegrenzt erhöhen. Des Weiteren wurden zahlreiche geldpolitische Maßnahmen (sog. Fazilitäten) ins Leben gerufen, um den Kreditfluss in der Wirtschaft sicherzustellen. Eine Abkehr von der ultraexpansiven Ausrichtung der amerikanischen Geldpolitik ist bis auf Weiteres nicht in Sicht.

Empfehlung

Der US-Dollar ist für Kreditnehmer – mit überwiegenden Einkünften in Euro – kurz-, mittel- und langfristig spekulativ. Kurzfristig umfasst den Prognosezeitraum der kommenden zwölf Monate, mittelfristig rund drei Jahre und langfristig rund fünf Jahre. Spekulativ bedeutet dabei, dass mit hohen Währungsschwankungen zu rechnen ist.

Break-Even-Kurse

Der Break-even-Kurs gibt jenen Euro-Kurs an, bei dem der Zinsvorteil respektive der Zinsnachteil durch die Währungsveränderung ausgeglichen wird.

1 Jahr 3 Jahre 5 Jahre
1,1046 1,1251 1,1517

 

Währungsprognose (Kursentwicklung Euro zu US-Dollar)

Kurzfristig (3 Monate): seitwärts
Mittelfristig (6 Monate): seitwärts
Langfristig (12 Monate): seitwärts

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