US-Dollar im Blickpunkt (September 2020)

Flagge USA
Stand: 2. Oktober 2020 | Lesezeit: 3 Minuten

Währungsentwicklung

Nach einer deutlichen Abwertung des US-Dollars im Vormonat konnte sich der Wert des Greenbacks stabilisieren. Per saldo stieg der Greenback gegenüber der europäischen Gemeinschaftswährung um 0,2 Prozent. Der Euro sank um 0,22 US-Cents auf 1,1837 US-Dollar.

Die Auswirkungen der Corona-Krise sind in den USA weiterhin spürbar. Im vergangenen Monat hat sich die Anzahl der Neuinfektionen auf den Bereich zwischen 40.000 bis 50.000 Personen eingependelt, könnte aber aufgrund saisonaler Effekte (Herbstbeginn, Schulöffnungen etc.) in den kommenden Wochen/Monaten steigen. Allerdings hat sich der Großteil der Stimmungsparameter auch im vergangenen Monat weiter verbessert. Auch die Situation am US-Arbeitsmarkt hat sich weiter entschärft. Nach wie vor ist unklar, ob sich die Fortsetzung der wirtschaftlichen Erholung weiterhin so dynamisch zeigen wird. Auch die US-Wahl rückt mehr und mehr in den Fokus der Finanzmärkte: Ist es Demokraten und Republikanern doch immer noch nicht gelungen, sich auf eine Verlängerung der Hilfsmaßnahmen zu einigen. Aktuell erscheint der Ausgang der US-Wahl zwischen Biden und Trump offener denn je.

Wir verbleiben bei unserer Einschätzung, dass die US-Währung kurzfristig eine Phase der Kurskonsolidierung durchlaufen sollte, ein höheres Risikoumfeld spiegelt sich in der Regel in steigenden Risikoprämien wider, was den US-Dollar mittelfristig weiter belasten sollte.

Zinsen

Der Leitzins der US-Notenbank liegt aktuell bei 0 bis 0,25 Prozent und damit an der Nullzinsgrenze. Es wurden zahlreiche geldpolitische Maßnahmen ins Leben gerufen, um den Kreditfluss in der Wirtschaft sicherzustellen. Außerdem kann die Fed die Wertpapierbestände in ihrer Bilanz (theoretisch) unbegrenzt erhöhen. Eine Abkehr von der ultraexpansiven Ausrichtung der amerikanischen Geldpolitik ist bis auf Weiteres nicht in Sicht. Es ist eher zu erwarten, dass im Falle einer Verlangsamung der Erholung die Fed erneut mit weiteren Maßnahmen nachlegen wird.

Empfehlung

Der US-Dollar ist für Kreditnehmer – mit überwiegenden Einkünften in Euro – kurz-, mittel- und langfristig spekulativ. Kurzfristig umfasst den Prognosezeitraum der kommenden zwölf Monate, mittelfristig rund drei Jahre und langfristig rund fünf Jahre.

Spekulativ bedeutet dabei, dass mit hohen Währungsschwankungen zu rechnen ist.

Break-Even-Kurse

Der Break-even-Kurs gibt jenen Euro-Kurs an, bei dem der Zinsvorteil respektive der Zinsnachteil durch die Währungsveränderung ausgeglichen wird.

1 Jahr 3 Jahre 5 Jahre
1,1940 1,2184 1,2472

Währungsprognose (Kursentwicklung Euro zu US-Dollar)

Kurzfristig (3 Monate): seitwärts
Mittelfristig (6 Monate): Wert des Euro steigt gegenüber US-Dollar
Langfristig (12 Monate): Wert des Euro steigt gegenüber US-Dollar

Diesen Artikel bewerten


Vielen Dank für Ihre Wertung. Ihre Wertung:
Aktuell ist noch keine Bewertung vorhanden. Seien Sie der Erste! Durchschnittliche Bewertung des Artikels: 4.0 Anzahl abgegebener Bewertungen: 1

Das könnte Sie auch interessieren

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *




2 × 2 =